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Ein deutsches Requiem
Zwei
Konzerte mit «Ein deutsches Requiem» von
Johannes Brahms in der renovierten Evangelischen Kirche
von Romanshorn Anfang Oktober 2005 waren wieder weitere
Höhepunkte im Leben des Chores der Oberthurgauer
Festspiele und ein besonderes Kulturereignisse im Oberthurgau.
Der Chor der Oberthurgauer Festspiele,
die Gesangssolisten Judith Graf (Sopran) und Martin
Snell (Bariton) und die Baden-Badener Philharmonie,
wieder unter der engagierten und erfahrenen Leitung
von Heinz Bucher, liessen die Zuhörer ein weiteres Mal einen musikalischen Höhepunkt
erleben. |
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Judith
Graf, Sopran
geboren in Rüti/ZH, spielte während zehn
Jahren Violine, bevor sie ihre Gesangsausbildung am
Konservatorium Zürich bei Prof. Carol Smith begann.
Nach dem Lehrdiplom 1987 bei Ruth Rohner führten
sie weitere Studien nach London zu Vera Rozsa und an
die berühmte Juilliard School in New York.
Meisterkurse bei KS Edith Mathis, IMF Luzern, und bei
Luisa Bosabalian, Weimar. Preisträgerin eines
Stipendiums der Ernst- Göhner-Stiftung/Migros.
Abschluss Opernstudio Basel mit Auszeichnung (1990).
Seither ist Judith Graf im In- und Ausland eine gefragte
Opern- und Konzertsängerin. Sie singt die grossen
Mozart- Partien ihres Faches (Pamina, Fiordiligi, Contessa,
Donna Elvira, Vitellia) sowie zahlreiche Sopran-Rollen
von Barock bis zu zeitgenössischen Werken. Eine
rege Konzerttätigkeit führte die Sopranistin
in viele Konzertsäle der Schweiz und Europas sowie
nach Japan.
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Martin Snell, Bass
stammt aus Neuseeland und studierte in seiner Heimat
zunächst Jura, dann Gesang am Royal Northern College
of Music, Manchester (GB), wo er sein Studium mit Auszeichnung
abschloss. Er war erster Preisträger bei zahlreichen
Gesangswettbewerben.
Erste Erfahrungen sammelte Martin Snell als Mitglied
des Opernstudios am Opernhaus Zürich. Es folgten
Soloengagements an den Theatern St. Gallen, Basel und
Luzern. Das Repertoire des Sängers umfasst u.a.
Partien aus Werken von Monteverdi, Händel, Mozart,
Rossini, Gounod, Janácek, Strauss, Stravinski,
Tschaikowski, Verdi und Wagner.
Im Konzertbereich trat Martin Snell in Neuseeland, Europa
und Asien mit Werken von Bach bis Schönberg auf.
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Die Baden-Badener Philharmonie
Seit anderthalb Jahrhunderten verzaubern die Klänge
der Baden-Badener Philharmonie ihr Publikum, wohl 55'000
(!) Konzerte hat das Orchester in dieser Zeit gegeben.
Der künstlerische Gestus des Klangkörpers
wurde geprägt von der Zusammenarbeit mit berühmten
Künstlern dieser 150 Jahre. Johann Strauß dirigierte
in Baden-Baden, auch Hector Berlioz, Jacques Offenbach,
Johannes Brahms (er lebte einige Zeit in Baden-Baden),
Richard Strauss, Pietro Mascagni, Artur Nikisch, Wilhelm
Furtwängler, Bruno Walter, George Szell, Otto
Klemperer und viele mehr. Alle setzten Glanzpunkte
in der Geschichte der Baden-Badener Philharmoniker.
Zahlreiche CD-Produktionen der Philharmonie, aber auch
Live-Ausstrahlung im Radio dokumentieren den erstklassigen
Leistungsstand des Ensembles. Das Traditionsorchester
profiliert sich auch außerhalb Baden–Badens
zum klingenden Botschafter des reichen Kulturlebens
seiner Heimatstadt. Gastspielreisen führten das
Orchester in zahlreiche Kulturzentren der Welt, so
nach China (u.a. Peking, Schanghai), Dubai mit Placido
Domingo, Frankreich (Marseille, Aix en Provence), Italien
und auch in die Schweiz (Zürich mit Bizets „Carmen“ vor
etwa 30'000 Zuschauern). Ein wichtiges Ereignis in
der jüngeren Orchestergeschichte war auch das
Gastspiel auf dem Königsplatz in München
mit Orffs „Carmina Burana“ und einer Operngala
mit Placido Domingo.
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Heinz Bucher (Leitung)
wurde in Tuttlingen (D) geboren. Bereits mit fünf
Jahren erhielt er den ersten Klavierunterricht bei seinem
Vater. Schon während der Schulzeit und in den Jahren
seines Lehrerstudiums wurde Musik zu seinem Haupttätigkeitsgebiet,
dem er sich mit Intensität und Hingabe widmete.
Danach absolvierte er ein Musikstudium mit den Hauptfächern
Klavier, Gesang und Dirigieren.
Eine geraume Zeit seines Lebens unterrichtete Heinz Bucher
Schüler aller Altersgruppen - von der Vorschule
bis zum Abitur, ausserdem war er in der Erwachsenenbildung
tätig. Daneben leitete Heinz Bucher Instrumental-Ensembles
und Chorgemeinschaften. Der Aufenthalt als Musiklehrer
an einer deutschen Schule in Chile inspirierte ihn zu
zahlreichen Chorreisen.
1969 gründete er den Bodensee-Madrigalchor (bmc),
den er seither dirigiert und organisiert. Auf Konzertreisen
in Europa (z.B. Polen, Ungarn, Italien) und nach Übersee
(USA, Chile, Argentinien und Uruguay) begeisterte der
Chor das Publikum mit einem breitgefächerten Repertoire.
Mit dem Chor der Oberthurgauer Festspiele, den er seit
1998 erfolgreich und engagiert leitet, führte Heinz
Bucher die Oratorien «Die Schöpfung», «Die
Jahreszeiten », «Elias» und das Requiem «Ein
deutsches Requiem» von Johannes Brahms auf.
Mitschnitt des Konzerts vom 2.
Oktober 2005 zum Selbstkostenpreis für Chormitglieder,
Sponsoren und Freunde der Oberthurgauer Festspiele: |
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